Facebook: “Home-Office als Dauerlösung! Arbeiten von Zuhause effizient“

Facebook-Chef Mark Zuckerberg verkündete kürzlich, dass sich seine Einstellung zu Remote Work und Home-Office durch die Corona-Pandemie grundlegend verändert habe. Setzte man in den großen Technologieunternehmen zuvor noch auf Anwesenheit und das Gemeinschaftsgefühl am Arbeitsplatz, sei nun in den nächsten fünf bis zehn Jahren ein radikaler Wandel geplant. Die Hälfte der Mitarbeitenden wird bis dahin auf ortsunabhängiges Arbeiten umstellen, so Zuckerbergs Schätzung. Auch Twitter und Google sehen das Home-Office als Dauerlösung.

 

Arbeits-, Recruiting- und Bewerberungsprozesse in Zukunft virtuell

COVID-19 beschleunigt nicht nur die Digitalisierung am Arbeitsplatz. Auch der Recruiting- und Bewerbungsprozess soll in einigen Konzernen allmählich nur noch virtuell stattfinden. Ein Vorteil dabei ist, dass die Gehälter nicht mehr an die hohen Lebenshaltungskosten in den Ballungsräumen angepasst werden müssten sowie Kosten für Büromieten eingespart würden. Fachpersonal ist somit günstiger und leichter zugänglich.

 

Fokus bei Neueinstellungen auf Remote Worker

Eine Umfrage unter Facebook-Mitarbeitenden habe ergeben, dass jeder Fünfte gern dauerhaft von Zuhause aus arbeiten würde. Für weitere 20 Prozent sei diese Option zumindest interessant. Allerdings sei die Möglichkeit ortsunabhängig zu arbeiten sehr stark von der Art des Jobs abhängig und werde nicht für jede*n funktionieren. In Zukunft fokussiere sich Facebook vor allem bei der Neueinstellung auf 100-Prozent-Home-Office-Stellen. Remote Worker sollen laut Zuckerburg aber weiterhin die Möglichkeit haben, sich in kleinen Zentralen mit Kolleg*innen aus der Nähe zu treffen, um sich austauschen zu können, wenn dies gewünscht wird.

 

„Menschen arbeiten von Zuhause produktiver als gedacht!“

Google-Manager Sundar Pichai sagte dem Tech-Blog “The Verge” ebenfalls: „Die positive Überraschung ist, dass Menschen von Zuhause aus viel produktiver arbeiten als erwartet. Viele dachten, dass in der Krise alles einfach auseinanderbrechen würde, aber das Gegenteil ist der Fall.“

 

Digitale Tools für erfolgreiches Home-Office

Entscheidend sei, dass die richtigen Tools für den täglichen Austausch mit Kolleg*innen und für gemeinsame Kreativprozesse gefunden würden. Deshalb seien Facebook, Twitter und Google keine Freunde davon, New-Work-Modelle übers Knie gebrochen einzuführen. Nach dem Motto: „Okay, jede*r hier in der Firma entscheidet jetzt einfach selbst, ob sie oder er dauerhaft ins Home-Office geht, und sich irgendwo ein schönes Haus kauft.“

 

Optimierte Prozesse und neuer Führungsstil

Auch Superheldin-Expertin Teresa Bauer von „GetRemote“ warnte schon vor der Krise davor, Mitarbeitende langfristig einfach mit einem Laptop nach Hause zu schicken und das Beste zu hoffen. „Unternehmen, die sich für New Work öffnen, sollten klare Regeln aufstellen, Prozesse optimieren und den bestehenden Führungsstil anpassen. Sie müssen gemeinsam herausfinden wie die Zusammenarbeit in Zukunft aussieht, wenn man sich nicht mehr jeden Tag persönlich sieht. Wie viel Zeit darf vergehen bis eine E-Mail beantwortet wird? Welche Präsenztermine sind verpflichtend? Wo dokumentiere ich den aktuellen Status Quo? Werde ich an Zeit oder ausschließlich an Leistung gemessen? Ich nenne das „Teamkodex“, der die Do’s & Don’ts definiert. Das ist ein individueller Prozess, für den es kein Patentrezept gibt.“

 

New-Work auch in Deutschland dank COVID-19

Trotz vermeintlicher Krisenstimmung – COVID hat Unternehmen in ein neues, digitales Zeitalter katapultiert. Vieles davon wird nach Einschätzung der großen CEOs bleiben und unsere Art zu arbeiten nachhaltig verändern. Gerade in Deutschland, wo immer viel über Vor- und Nachteile diskutiert wird, anstatt einfach auszuprobieren, hat die Pandemie schon jetzt einen riesigen Fortschritt ausgelöst. Sei es in Unternehmen, Behörden, in der Telemedizin oder im E-Commerce. Entscheidend ist, dass wir die Erkenntnisse des Lockdowns nutzen, um die Digitalisierung in kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen verantwortungsbewusst und nachhaltig vorantreiben und nun nicht einfach weitermachen wie zuvor.



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